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Gott des Lebens

Auslegung der Lesungen an diesem Sonntag – Vertrauen ist ein Geschenk

Auslegung der Lesungen an diesem Sonntag – Vertrauen ist ein Geschenk

Vertrauen lässt sich nicht einfordern, sondern es muss wachsen. Auch die Menschen im Umfeld Jesu müssen erst lernen, dass sie ihm vertrauen können.

Liebe Pfarrgemeinde, liebe Besucher*innen unserer Homepage,

sofern Sie diesen Sonntag die Hl. Messe nicht mitgefeiert haben bzw. mitfeiern konnten oder aber, Sie möchten die Auslegung der heutigen Lesungen noch einmal aus einer anderen Perspektive durchdenken, haben wir mit freundlicher Unterstützung des Portals von Kirche+Leben nachstehend den Artikel von Pater Ralph Greis für Sie zusammengestellt. 

Viel Freude beim lesen und durchdenken! 

Einen gesegneten Sonntag und eine friedvolle Woche, 

die Redaktion 🌿

 

Vertrauen lässt sich nicht einfordern, sondern es muss wachsen. Auch die Menschen im Umfeld Jesu müssen erst lernen, dass sie ihm vertrauen können. Denn Vertrauen ist ein Geschenk, sagt Pater Ralph Greis und legt die Lesungen dieses Sonntags aus.

Es ist früh am Morgen. Die Fischer sind ausgestiegen und waschen ihre Netze, müde nach einer langen, erfolglosen Nacht auf dem See. Nachts haben sie gearbeitet, wie die Fischer es heute noch tun, wenn sie mit ihren Lampen und mit Ruderschlägen auf das Wasser die Fische an die Oberfläche locken. Sie haben sich nach allen Regeln der Kunst bemüht, aber dennoch nichts gefangen. Das kann passieren.

Die Szene mischt sich mit der Menschenmenge am Ufer. Die anderen, kaum dass sie aufgestanden sind, wollen Jesus hören. Sie spüren, dass dieser Mann aus Nazareth mehr mitbringt. Er spricht nicht nur vom Reich Gottes, sondern heilt Kranke und treibt böse Geister aus. Das Leben der Menschen bekommt in seiner Nähe eine andere Farbe, ein anderes Licht, so wie sich jetzt, Anfang Februar, Galiläa in grüne Wiesen, gelben Senf und rote Anemonen hüllt.

Boot wird zur Rednerkanzel

Die Lesungen vom 5. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr C) zum Hören finden Sie hier.

Es ist früh am Morgen. Die Menschen lassen sich von diesem Jesus ihren gewohnten Tagesablauf durcheinander bringen, so wichtig ist es ihnen, in seiner Nähe zu sein. Auch Simon Petrus beklagt sich nicht, dass sein Boot zur Rednerkanzel wird, statt dass er sich von der nächtlichen Arbeit erholen kann.

Die Lesungen vom 5. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr C) zum Hören finden Sie hier.

Es ist früh am Morgen. Die Menschen lassen sich von diesem Jesus ihren gewohnten Tagesablauf durcheinander bringen, so wichtig ist es ihnen, in seiner Nähe zu sein. Auch Simon Petrus beklagt sich nicht, dass sein Boot zur Rednerkanzel wird, statt dass er sich von der nächtlichen Arbeit erholen kann.

Nur als er dann am hellen Morgen hinausfahren und die Netze auswerfen soll, werden kurz seine Zweifel laut: Die ganze Nacht ist ihnen nichts ins Netz gegangen, warum dann jetzt, wo die Fische sich ins tiefere Wasser zurückziehen? Aber die Wirkung der Person Jesu ist stärker, und erst einige Verse zuvor hat Jesus seine kranke Schwiegermutter geheilt. „Auf dein Wort hin“, sagt Petrus, und er wird auf wunderbare Weise reich beschenkt.

Ruf Gottes annehmen

Erst dort, wo die Menschen glauben, wo sie es Gott zutrauen, erleben sie seine Wunder. Ganz anders als im Evangelium des vergangenen Sonntags: Die Menschen in Nazareth glauben diesem Jesus nicht, weil sie doch zu wissen meinen, woher er stammt – aus ihrem Dorf – und dass er ein Mensch wie sie ist. So erleben sie auch nicht die Wunder, die sie wohl gern gesehen hätten.

Im Angesicht des Wunders erfährt der glaubende Mensch, wer er selber ist. Vor der Größe und Güte Gottes sieht er seine eigene Schwäche. „Herr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder!“, sagt Petrus. Ähnlich ist es dem Propheten Jesaja und dem Apostel Paulus ...

 

Quelle: Kirche+Leben.de / Autor: Pater Ralph Greis

 

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