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Bild: PvanBriel, pixaby.com

Im Leid helfen und halten – Sakrament der Krankensalbung

Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Jak. 5, 14–15

Jesus stieg mit seinen Jüngern den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.
Lk. 6, 17–19

Unser aller Leben hat viele Facetten. Schwere Erkrankungen oder Unfälle, die lebensbedrohlich sind, können genauso dazugehören wie andere Ereignisse. Menschen werden älter und die Kräfte lassen deutlich nach. Solche Erfahrungen können Angst machen, Menschen in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit stürzen. Nicht wenige Psalmen in der Bibel sind verzweifelte Gebete von Menschen, die Gott um Hilfe und Heilung in Krankheit und Lebensgefahr bitten. Die Lebenskrise ist oft auch eine Glaubenskrise. Umso wichtiger ist es, dass sich Christen nicht nur beistehen und gut zureden, sondern in solchen Momenten auch ein starkes Zeichen der Nähe und Hilfe Gottes zugesprochen bekommen.

Heilung und Hoffnung

Die Feier der Krankensalbung ist kein Ersatz für eine medizinische oder auch psychotherapeutische professionelle Behandlung. Aber Heilung und Hoffnung ist nicht nur eine Sache professioneller Medizin oder psychotherapeutischer Hilfen. Es ist der ganze Mensch mit Leib und Seele, betroffen, seine ganze Persönlichkeit. Wenn für uns Gott der ist, an den wir glauben und auf den wir vertrauen, können wir ihm unsere Not klagen und ihn bitten, uns auch im Leid zu helfen und zu halten. Das Gebet für oder möglichst auch mit einer kranken Person ist verbunden mit der Zusage: Gott stehe dir bei in der Kraft des Heiligen Geistes und mit der Zusage: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich. In seiner Gnade richte er dich auf.

Lange Zeit war das Sakrament der Krankensalbung als sog. „letzte Ölung“ nahe an die Todesgrenze gerückt und wurde damit als Kraft und Segen für den Übergang in das ewige Leben gedeutet.

Heute wird die Krankensalbung in Zeiten schwerer Erkrankungen gefeiert. Dieses Sakrament steht für Heilung, Stärkung und Bewältigung der schwierigen Situation. Gott wird darin als Freund der Kranken erkennbar und das heilende Wirken Jesu vergegenwärtigt. Diese Stärkung im Sakrament können die Menschen immer wieder in ihrem Leben in Krisen und Krankheit erfahren.

Das Sakrament der Krankensalbung wird durch den Priester mit den Worten gespendet: „Herr, schenke deinem Diener (deiner Dienerin), der (die) mit diesem heiligen Öl in der Kraft des Glaubens gesalbt wird, Linderung seiner (ihrer) Schmerzen und stärke ihn (sie) in seiner (ihrer) Schwäche. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Dann nimmt der Priester das heilige Öl und salbt den Kranken auf der Stirn und auf den Händen. Die Krankensalbung schließt die Vergebung der Sünden gemäß dem Bußsakrament ein.


Die Priester unserer Pfarrei sind gerne für Sie da: Pfarrer Patrick Schnell, Telefon: 02391 913997-21, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Pastor Eduard Mühlbacher, Telefon: 02391 913997-59, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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